Aufzeigen von Fördermöglichkeiten
Eine genügend frühe Intervention ist von entscheidender Bedeutung. Je früher der Verdacht auf eine ASS besteht, desto besser stehen die Chancen, dem Kind mit gezielter Hilfestellung ein möglichst zufriedenes Leben zu ermöglichen. Das Gehirn ist zu diesem Zeitpunkt noch plastisch, also formbarer, es lässt sich besser in eine gewünschte Richtung lenken und das Kind kann lernen, seine autistischen Verhaltensweisen auszugleichen, um in der Gesellschaft später weniger anzuecken. Solche Kompensationsfähigkeiten muss das Kind Schritt für Schritt lernen, gepaart mit dem Ziel, an zwischenmenschlichen Kontakten Freude zu bekommen.
Gerne helfe ich Ihnen dabei, einen individuellen Behandlungsplan für Ihr Kind zu entwerfen.
Ein Grobentwurf einer solchen multimodalen Förderung könnte beispielsweise folgende Blöcke beinhalten:
A. Unstrukturierter Spielblock
Hierbei ist das Kind mehr oder weniger Spiellenker, Therapeut versucht ins kindliche Spiel einzusteigen und Aufmerksamkeit auf sich zu richten.
- Wecken kindlicher Initiative
- Zweckmässiges Spiel
- Alltägliche Verhaltensweisen spielend ausprobieren
- Verlängerte gegenseitige Aufmerksamkeit und Beobachtung
- Förderung symbolischer Spielfähigkeiten mit unterschiedlichen Materialien
- So-tun-als-ob Spiele und Gespräche
B. Strukturierter Block
Durch einen klar definierten Ablauf können gezielt bestimmte Fähigkeiten vermittelt werden. Dieser Ansatz ist meist verhaltenstherapeutischer Art und stammt grösstenteils aus dem ABA.
- Beibringen neuer Fähigkeiten und Fertigkeiten (Wörter, Gesten, Konzepte, Umgang mit Objekten usw.)
- Brettspiele
- Bilder (-geschichten) als visuelle Hilfe für das Lernen von Empathie
- Soziale Spiele und soziale Regeln kennenlernen
- Angemessene Verhaltensweisen einüben
C. Semistrukturierter Block
Dieser Ansatz kann als Anregung oder aber auch zur Besänftigung (je nach sensorischem Profil) angewendet werden und verfolgt hauptsächlich das Ziel, dass sich das Kind an weniger strukturierte Therapiesitzungen gewöhnen kann.
- Gewöhnung an veränderbare, wechselnde Situationen (Dynamik) im täglichen Leben
- Übernahme aufmerksamer, regulierter und engagierter Rolle im zwischenmenschlichen Austausch
- Sensorische und motorische Modulation und Integration (entspricht auch teilweise erogtherapeutischem Ansatz)