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Glossar & Abkürzungen
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A
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ABA Abk. für Applied Behavioral Analysis, Anwendung von Techniken der Verhaltensmodifikation: Belohnen von angemessenem Verhalten, sodass dieses zukünftig vermehrt auftritt. Lerninhalte werden in kleinste Einheiten aufgeteilt und einzeln beigebracht. Dadurch können sie leichter bewältigt werden, das Kind hat mehr Lernerfolg und als Folge auch mehr Freude am Lernen.
ASS Abk. für Autismus-Spektrum-Störung: gesamte Spannbreite von sehr milden bis äusserst ausgeprägten Formen von Autismus und dazugehörigen Störungen
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B
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Behaviorismus, behavioristisch Aus dem Amerikanischen behavior = Verhalten. Behavioristen gingen von folgendem Verhaltensschema aus: Reiz -> Reaktion/Verhalten-> Konsequenz. In Zusammenhang mit ABA ist meist die Rede von Verhaltensanalyse aus dem radikalen Behaviorismus, dessen Begründer B.F. Skinner gewesen ist. Bei der angewandten Verhaltensmodifikation wird versucht, menschliches Verhalten zu verändern, indem die vorausgehenden Bedingungen (Reiz), sowie die nachfolgenden Konsequenzen verändert werden.
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C
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D
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discrete trial Das Discrete Trial Format ist die Art und Weise der Aufgabenpräsentation an das Kind. Der Therapeut sagt zum Beispiel „Komm her!“ (Reiz, Instruktion), das Kind kommt (Reaktion des Kindes), und der Therapeut verstärkt mit „Super“ und umarmt das Kind (Konsequenz ist verstärkender Reiz).
DIR Abk. für Developmental, Individual-Difference, Relationship-Based, ein anderer Ausdruck für die Floortime-Therapie. Es wird auf der natürlichen kindlichen Entwicklung aufgebaut, wobei verschiedene Fähigkeiten und Wahrnehmungsstörungen des Kindes beachtet und einbezogen werden. Ziel ist es auf irgendeine Art, möglichst lange mit dem Kind in Kontakt zu bleiben und so viele "Kommunikationskreise" wie möglich mit ihm zu beginnen und zu beenden.
dynamisches System Ein Gefüge von sich verändernden Merkmalen oder Zuständen. Alles was sich unvorhersehbar verändert, alles was irgendwie ins Bewegung ist und sich immer wieder anders darstellt.
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E
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Echolalie Sätze und Wörter von Gesprächspartnern werden unmittelbar oder zu einem späteren Zeitpunkt wiederholt.
emotionale Entwicklung
Empathie Umgangssprachlich auch Einfühlungsvermögen, sich in die Gefühlslage einer anderen Person hineinversetzen können und die Perspektive eines anderen Menschen einnehmen zu können.
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F
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Floortime Es wird auf der natürlichen kindlichen Entwicklung aufgebaut, wobei verschiedene Fähigkeiten und Wahrnehmungsstörungen des Kindes beachtet und einbezogen werden. Ziel ist es auf irgendeine Art, möglichst lange mit dem Kind in Kontakt zu bleiben und so viele "Kommunikationskreise" wie möglich mit ihm zu beginnen und zu beenden.
funktionales Verhalten Bezeichnet ein Verhalten, das einer bestimmten Funktion dient. Verhalten kann funktional abhängig sein von den daraus resultierenden Konsequenzen -> operantes (oder instrumentelles) Verhalten. Das Verhalten wird zu einem Instrument, um eine bestimmte Konsequenz herbeizuführen (operante Konditionierung).
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G
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H
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I, J
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Interaktion, interagieren wechselseitiger Austausch von Handlungen oder Kommunikation von zwei oder mehr beteiligten Personen
Intervention Aus dem Lateinischen intervenire = dazwischenkommen. Das Eingreifen in eine Situation, im weitesten Sinne als Bezeichnung für eine Möglichkeit der Behandlung, um den jetzigen Zustand zu verbessern.
Joint Attention Gerichtete gemeinsame Aufmerksamkeit. Bezugsperson und Kind teilen sich den Aufmerksamkeitsfokus und betrachten bspw. den gleichen Gegenstand.
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K
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Kognition, kognitiv Wird häufig allgemein als Begriff für "Denken" verwendet. Aufmerksamkeit, Erinnerung und Lernen gehören zu den kognitiven Funktionen des Menschen. Kognitionen können auch als Informationsverarbeitungsprozesse verstanden werden, wobei neues Wissen aufgenommen und verarbeitet wird.
Konditionierung Erlernen von Reiz-Reaktions-Mustern (Stimulus-Response). Auf einen bestimmten Reiz folgt eine bestimmte Reaktion. Bekanntestes Beispiel: "Pawlowscher Hund" als Form klassischer Konditionierung.
Kontinuum nicht genau abgrenzbar, sondern ineinander übergehend
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L
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M
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multimodaler Ansatz, multimodales Konzept ganzheitliche Förderung, individuell auf das Kind abgestimmt, sowie das zu Hilfe nehmen von verschiedenen wirkungsvollen Therapiemethoden
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N
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NT-Kind Abk. für neurotypisches Kind, eigentlich ein komischer Begriff, abgeleitet von: im neurologischen System ("Nervensystem") normal funktionierend
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O
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Operante Konditionierung Verhalten kann damit verstärkt oder verringert werden. Mittels Belohnung und Bestrafung kann Verhalten verändert werden. Verstärken von gewünschtem Verhalten: durch eine positive Konsequenz (Belohnung) oder durch die Wegnahme eines positiven Reizes (Eltern nehmen dem Kind eine Spielzeug weg bei einem Wutanfall). Verringern von unerwünschtem Verhalten: durch eine negative Konsequenz (Bestrafung) bei einem Verhalten oder durch die Wegnahme eines negativen Verstärkers (Entfernung eines unangenehmen Reizes wie z.B. Lärm).
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P
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Psychodynamik Zusammen- und Gegeneinanderwirken unterschiedlicher psychischer Motive und Emotionen, Verhaltenstendenzen, oder Phantasien in einem Menschen.
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R
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RDI Abk. für Relationship Development Intervention = "in Beziehungs-Entwicklung eingreifend". Das Kind lernt durch bestimmte Fördertechniken, besser mit den ständig wechselnden Anforderungen des Alltags umzugehen.
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S
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sensorische Integration/sensorisches Profil Anhand des sensorischen Profils lässt sich aufzeigen, in welchen Sinnesbereichen ein Mensch bestimmte Reize bevorzugt oder ablehnt. Verschiedene Wahrnehmungsbereiche werden bei der sensorischen Integration miteinander in Verbindung gebracht. Dabei läuft ein neurologischer Prozess im Gehirn ab, bei dem Sinneseindrücke aus der Umwelt und des eigenen Körpers verarbeitet werden, sodass das Kind seinen Körper sinnvoller einsetzen kann und ausgeglichener wird.
Stereotypie, stereotypes Verhalten Sich ständig wiederholende Handlung, Bewegung oder sprachliche Äusserung, die der konkreten Umweltsituation nicht angepasst ist und zwanghaften Charakter hat. Bei Autisten dient die Selbststimulation meist einer Flucht bei Überforderung, Langeweile, Stress oder Unsicherheit. Für die autistische Person ist die stereotype Handlung vorhersehbar und gibt ihr damit Sicherheit und Halt.
Supervision Ziel ist v.a. das Lernen der Supervisanden (betreute Familie und Therapeuten) zu unterstützen. Damit wird Verbesserung ihres Handelns angestrebt und Stärkung der Methodenkompetenz, sowie der Beziehung zwischen Supervisanden und Kind.
Symptom, Symptomatik Spezifische Zeichen, die auf die Störung hinweisen. Mehrere Symptome zusammen ergeben in der Gesamtheit das klinische Bild im eigentlichen Sinne, die sog. Symptomatik.
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T
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U
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V, W, Z
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Verstärkung, Verstärker Um ein positives Verhalten zukünftig häufiger erwarten zu können, benötigt man primäre oder sekundäre Verstärker. Wobei die primären mehrheitlich Belohnungen durch Essen beinhalten.
visuell optische Wahrnehmung mit den Augen
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